Wie setzt sich der Strompreis zusammen?
Licht einschalten, das Handy laden oder die Waschmaschine starten – Strom ist aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Doch beim Blick auf die Stromrechnung stellt sich oft die Frage: Wie entsteht eigentlich der Strompreis?
Tatsächlich setzt sich der Preis aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Neben den Kosten für die Energiebeschaffung und den Vertrieb spielen auch Netzentgelte sowie staatlich festgelegte Steuern und Abgaben eine Rolle.
Aus welchen Bestandteilen besteht der Strompreis?
Der Strompreis für Haushaltskunden setzt sich grundsätzlich aus drei Bereichen zusammen:
- Energiebeschaffung und Vertrieb
- Netzentgelte
- Steuern, Abgaben und Umlagen
Jeder dieser Bestandteile erfüllt eine unterschiedliche Funktion innerhalb der Energieversorgung.
Warum besteht der Strompreis nicht nur aus den Kosten für Strom?
Wenn Strom zu Hause aus der Steckdose kommt, steckt mehr dahinter als die reine Energie. Damit Strom zuverlässig erzeugt, transportiert und bereitgestellt werden kann, sind verschiedene Leistungen erforderlich.
Neben der eigentlichen Energiebeschaffung fallen deshalb auch Kosten für die Nutzung und den Betrieb der Stromnetze sowie gesetzlich festgelegte Steuern und Abgaben an. Erst diese Bestandteile zusammen ergeben den Strompreis, den Verbraucherinnen und Verbraucher zahlen.
Strompreis im Überblick
Der Strompreis setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Neben den Kosten für Energiebeschaffung und Vertrieb spielen auch Netzentgelte sowie staatlich festgelegte Steuern und Abgaben eine Rolle.
Die folgende Grafik zeigt die Zusammensetzung des Strompreises am Beispiel eines Haushalts mit einem Jahresverbrauch von 2.500 kWh in der SWN-Grundversorgung:
Energiebeschaffung und Vertrieb
Ein Teil des Strompreises entfällt auf die Beschaffung der Energie sowie die Leistungen des Stromanbieters.
Dazu gehören unter anderem:
- Einkauf der Strommengen
- Kundenservice
- Abrechnung
- Vertragsmanagement
- Vertrieb
Diese Kosten machen einen wesentlichen Teil des Endpreises aus.
Netzentgelte – was steckt dahinter?
Damit Strom zuverlässig zu Haushalten und Unternehmen transportiert werden kann, werden Stromnetze betrieben, gewartet und ausgebaut.
Für die Nutzung dieser Infrastruktur fallen sogenannte Netzentgelte an.
Sie decken unter anderem die Kosten für:
- Betrieb der Stromnetze
- Wartung und Instandhaltung
- Messstellenbetrieb
- Messung und Abrechnung
Die Netzentgelte werden vom Stromanbieter an die zuständigen Netzbetreiber weitergegeben.
Steuern, Abgaben und Umlagen
Ein weiterer Bestandteil des Strompreises sind staatlich festgelegte Steuern und Abgaben.
Dazu gehören beispielsweise:
- Stromsteuer
- Konzessionsabgabe
- Umsatzsteuer
- gesetzliche Umlagen
Die Höhe einzelner Bestandteile kann sich durch gesetzliche Regelungen verändern.
Warum unterscheiden sich Strompreise?
Die Zusammensetzung des Strompreises ist grundsätzlich ähnlich. Unterschiede können sich beispielsweise durch:
- Beschaffungskosten
- Tarifmodelle
- regionale Netzentgelte
- gesetzliche Änderungen
ergeben.
FAQ zum Strompreis
Der Strompreis besteht aus den drei Hauptbestandteilen Energiebeschaffung und Vertrieb, Netzentgelten sowie Steuern und Abgaben.
Neben der eigentlichen Energie fallen auch Kosten für die Stromnetze, Messung, Abrechnung sowie gesetzliche Steuern und Abgaben an.
Netzentgelte sind Gebühren für die Nutzung der Stromnetze. Sie finanzieren den Betrieb, die Wartung und den Ausbau der Netzinfrastruktur.
Die Netzentgelte werden an die zuständigen Netzbetreiber weitergegeben, die die Stromnetze betreiben und instandhalten.
Bestimmte Steuern, Abgaben und Umlagen sind gesetzlich vorgeschrieben und Bestandteil des Strompreises.
Unterschiede können unter anderem durch die Energiebeschaffung, Tarifgestaltung und regionale Netzentgelte entstehen.
Informationen zu staatlichen Belastungen und Umlagen werden auf der Informationsplattform der deutschen Übertragungsnetzbetreiber veröffentlicht.