Nachhaltigkeit –
wird bei SWN ganzheitlich gedacht!
Wir gehen das große Thema Nachhaltigkeit bei uns umfassend und wissenschaftsbasiert an. Unsere nachhaltige Unternehmensführung orientiert sich an den ESG-Kriterien. ESG steht für die Bereiche Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Governance). Unsere Fokusthemen wurden in weitreichenden Wesentlichkeitsanalyse herausgearbeitet.
Was uns leitet –
ein Wort der Geschäftsführung
"Liebe Neumünsteraner:innen, liebe Interessierte,
Verantwortung bedeutet für uns, unternehmerische Entscheidungen für SWN mit Blick auf Umwelt, Gesellschaft und verantwortungsvolle Unternehmensführung zu treffen. 2024 war für uns ein Jahr der Bestandsaufnahme, neuer Strukturen und vieler konkreter Schritte in Richtung einer lebenswerten Zukunft.
Wir wissen: In vielen Bereichen gilt es, noch besser zu werden – ob beim Umweltmanagement, der Gleichstellung oder beim Lieferkettenmonitoring. Unser Anspruch ist es, transparent zu handeln und Entwicklungen offen zu kommunizieren.
Gleichzeitig können wir erste Erfolge verzeichnen: Fortschritte bei der Dekarbonisierung unserer Anlagen (z.B. durch schrittweisen Ausstieg aus der Steinkohle), wachsendes Engagement unserer Mitarbeitenden (z.B. durch Nachhaltigkeitsworkshops, Weiterbildung der Auszubildenden zu SDG-Scouts, Umgestaltung des Firmengeländes oder das Leasing von Elektrofahrzeugen), mehr Sensibilisierung für Umwelt- und Sozialthemen.
Nachhaltigkeit ist für uns kein Randthema, sondern Teil unserer Identität – in unseren Dienstleistungen, unserer Unternehmenskultur und unserer Rolle in der Region. Ein eigener Sachbereich unterstützt die Mitarbeitenden dabei, wirtschaftliche, ökologische und soziale Aspekte im Arbeitsalltag mitzudenken – unter anderem durch interne Informations- und Weiterbildungsangebote.
Ein Dank geht an alle Kolleg:innen, die diesen Weg mitgestalten. Und wir laden Sie ein: Begleiten Sie uns. Denn nur gemeinsam schaffen wir eine Versorgung, die auch für kommende Generationen verlässlich und zukunftsfähig bleibt.
Michael Böddeker, Morris May, Dirk Lohmeyer
Geschäftsführung
SWN Stadtwerke Neumünster GmbH
Wärmestrategie
Unsere ersten Schritte und nächsten Ziele
Für die Wärmewende haben wir 2024 einen eigenen Fachbereich strategische Wärme geschaffen. Bis Ende 2028 treffen wir die entscheidenden Weichenstellungen für eine zukunftsfähige Wärmeerzeugung.
Wir prüfen und entwickeln unter anderem Optionen wie Großwärmepumpen, saisonale Wärmespeicher, Power-to-Heat-Anwendungen, Speicherlösungen sowie geothermische Ansätze. Dabei betrachten wir technische Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit, regulatorische Rahmenbedingungen und Sozialverträglichkeit.
„Wir stehen am Anfang eines großen Wandels – und wissen, dass unsere Entscheidungen heute die Lebensqualität von morgen beeinflussen. 2023 haben wir damit begonnen, unsere CO₂-Emissionen systematisch zu erfassen. Der Weg ist komplex, aber ich bin überzeugt: Unser mutiger Einsatz zum Aufbau einer zukunftsfähigen Wärmeversorgung für die Stadt Neumünster wird sich auszahlen.“
Umweltstrategie
Umweltschutz ganzheitlich denken
Eine konzernweite Umweltstrategie ist die Grundlage unseres Handelns.
Noch stehen wir am Anfang, doch die Sensibilisierung in der Belegschaft nimmt zu. In einer umfassenden Wesentlichkeitsanalyse haben wir die relevanten Umweltaspekte für unseren Konzern identifiziert. Seit 2025 ergänzen regulatorisch geforderte ISO-Zertifizierungen in den Bereichen Energie- und Umweltmanagement unsere Bemühungen. Die fortlaufende Ausweitung der ISO-Zertifizierungen auf weitere Konzernbereiche ist dabei ein wichtiger Baustein für die strukturierte Verankerung unserer Umweltverantwortung.
Wir setzen auf Biodiversität: Durch Renaturierung und Entsiegelung unserer Firmenstandorte sowie der PV- und Windkraft-Freiflächen stellen wir die heimische Artenvielfalt in Schleswig-Holstein wieder her. Als Unternehmen erkennen wir die Dringlichkeit der Biodiversitätskrise und handeln mit konkreten, messbaren Maßnahmen.
Zum Beispiel werden im Rahmen der naturnahen Gestaltung des Firmengeländes seit 2024 schrittweise verschiedene Flächen umgestaltet. Bis 2026 entstanden sechs naturnah gestaltete Bereiche mit einer bekannten Gesamtfläche von über 1.200 m² auf dem Betriebsgelände. Dabei wurden unter anderem 1.900 heimische Wildstauden, 55 Gehölze und 5.420 Blumenzwiebeln gepflanzt; zudem entstand am Wasserturm ein Hochbeet aus einem wiederverwendeten Segment eines ehemaligen Kraftwerksschornsteins. Weitere Details zu unserem Firmengelände gibt's in unserem Magazinartikel.
Unser Solarpark in Wasbek wird mit einem ortsspezifischen Biodiversitäts- und Artenschutzkonzept entwickelt. So verbinden unsere erneuerbaren Energiequellen Klimaschutz mit Naturschutz und ländlicher Entwicklung.
„Nachhaltigkeit beginnt im Alltag – und zwar in jedem einzelnen Arbeitsprozess. Unser Ziel ist eine Umweltstrategie, die nicht nur auf dem Papier existiert, sondern im Unternehmen gelebt wird. Mit dieser Strategie haben wir einen Startpunkt gesetzt, um mehr Bewusstsein in allen Unternehmensbereichen zu schaffen.“
Abfallmanagement
Aus Abfall wird Ressource: Kreislaufwirtschaft
Vermeidung, Verwertung und sinnvolle Entsorgung – unser Umgang mit Abfällen ist ein wichtiger Baustein unserer Umweltstrategie. Als zertifizierte Entsorgungsfachbetriebe bringen wir jahrzehntelange Expertise mit, die wir nun konzernweit ausbauen.
Bisher fehlte uns ein einheitliches Ressourcen- und Kreislaufkonzept für unsere eigenen Abfallströme. Das ändern wir 2025 durch ein durchdachtes, zukunftsfähiges Abfallmanagement. Die Optimierung logistischer Abläufe und die Schulung unserer Mitarbeitenden sind dabei entscheidende Schritte.
Erste Erfolge zeigen bereits Wirkung: Bei der jährlichen Revision unserer TEV-Anlage sorgt mehrsprachige Beschilderung für bessere Abfalltrennung durch bis zu 600 internationale Fachkräfte. In einem weiteren Erfolgsprojekt retten wir seit 2024 jährlich bis zu 100 Fahrräder, die auf unserem Recyclinghof im Padenstedter Weg zur Verschrottung abgegeben werden und in dem inspirierenden Fahrrad-Projekt der Freiherr-vom-Stein-Schule aufgearbeitet und verteilt werden.
2024 konnten wir weitere Maßnahmen zur Abfallreduktion und besseren Trennung in Betrieb und Verwaltung einführen.
„Als technischer Dienstleister sind wir uns bewusst, wie viele Ressourcen in unserem Betrieb täglich bewegt werden. Deshalb ist es mir wichtig, Abfall nicht nur als Entsorgungsthema zu sehen, sondern als Chance zur Ressourcenschonung. 2024 haben wir wichtige Grundlagen gelegt – der nächste Schritt ist, unsere Prozesse intelligenter zu gestalten.“
Gleichstellung
Chancengleichheit konsequent stärken
Vielfalt ist für uns kein Schlagwort, sondern eine Verpflichtung. Seit 2024 überprüfen wir unsere internen Strukturen systematisch und entwickeln gezielte Maßnahmen zur Förderung von Chancengleichheit.
Wir wissen: Hier besteht Handlungsbedarf in unserer Branche – insbesondere bei Frauen in Führungspositionen. Wir sind entschlossen, Inklusion, Diversität und faire Entwicklungsmöglichkeiten nachhaltig zu stärken.
Mit konkreten Schritten vorangehen
Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir 2024 bereits einige wichtige Maßnahmen in die Wege geleitet: Gestartet wurde der Prozess mit weitreichenden Workshops der Allbright Stiftung, um Bewusstsein für das Thema Gleichstellung und unbewusste Vorurteile in der Belegschaft zu schaffen.
In 2025 wollen wir mit dem Start eines Führungskräftequalifikationsprozesses dafür sorgen, dass bei der Besetzung zukünftiger Führungspositionen ein möglichst objektives Bewerbungsverfahren ermöglicht wird. Ausschreibungen werden bei SWN von nun an so formuliert, dass sie sowohl Frauen als auch Männer ansprechen.
Flexible Arbeitsmodelle für alle
Alle Tätigkeiten – abgesehen vom Schichtdienst – sind im SWN Konzern auch grundsätzlich in Teilzeit möglich. Hier wollen wir in Zukunft daran arbeiten, dass dies auch gerade bei Führungspositionen noch besser gelingt und wir die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen anpassen.
Unsere ersten Schritte zeigen bereits Wirkung:
„Gleichstellung ist mehr als ein Ziel – sie ist ein Versprechen an jede und jeden bei uns. 2024 haben wir begonnen, unsere Strukturen ehrlich zu hinterfragen. Wir stehen noch am Anfang, aber ich bin stolz darauf, dass wir diesen Prozess offen und mutig angehen. Diversität ist unsere Stärke – und sie verdient Raum zur Entfaltung.“
Tarifbindung & Arbeitsbedingungen
Biste erstmal hier, willste nicht mehr weg!
Faire Arbeitsbedingungen sind für uns zentral. Als tarifgebundenes Unternehmen bieten wir verlässliche Rahmenbedingungen: Fast 100% unserer Mitarbeitenden sind tariflich abgedeckt, der Rest wird übertariflich bezahlt. Mit einer Fluktuationsrate von nur 2-8% und 92% unserer Auszubildenden, die nach der Ausbildung bleiben, sprechen die Zahlen für sich.
Unser Recruiting-Motto entspricht der Realität: Viele Kolleginnen bleiben von der Ausbildung bis zur Rente – 40-jährige Jubiläen sind keine Seltenheit. Viele Kolleginnen bleiben tatsächlich von der Ausbildung bis zur Rente im Unternehmen, immer wieder werden 40-jährige Jubiläen bei uns gefeiert.
Unsere kontinuierlichen Verbesserungen:
- flexible Arbeitszeiten
- Home-Office-Möglichkeiten
- stärkere Beteiligungskultur
- anonyme Anlaufstellen bei Diskriminierung
Als mehrfach ausgezeichneter Top-Ausbildungsbetrieb entwickeln wir uns als Arbeitgeber stetig weiter – für Menschen, die nicht nur einen Job, sondern eine berufliche Heimat suchen.
SWN wird immer wieder als Top Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet und wir fragen uns kontinuierlich: Wo können wir flexibler werden? Wie bleiben wir attraktiv für junge Talente?
„Tarifverträge sind ein Fundament für soziale Sicherheit. Doch wir wollen mehr bieten als das Mindestmaß. SWN entwickelt sich als Arbeitgeber immer weiter: Wo können wir flexibler werden? Wie bleiben wir attraktiv für junge Talente? Der Dialog mit unseren Mitarbeitenden leitet uns dabei in unserer täglichen Arbeit.“
Gesamte Lieferkette im Blick
Verantwortung über die Werkstorgrenzen hinaus
Verantwortungsvoller Einkauf bedeutet für uns mehr als Preisvergleiche – wir etablieren Werte entlang unserer gesamten Lieferkette. Mit einem Einkaufsvolumen von über 100 Millionen Euro tragen wir große Verantwortung. Unsere Verantwortung endet nicht an der Werkstorgrenze.
Als kommunales Unternehmen empfinden wir eine große Verantwortung für die Wirkung, die unser Einkaufsvolumen entlang der Lieferkette entfaltet. Die Herausforderungen einer transparenten Lieferkette sind komplex – aber wir wollen ihnen gerecht werden. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit unseren Partnern auf faire und sichere Beschaffungsprozesse hinzuarbeiten.
Erste Qualifizierungsrunde mit klaren Ergebnissen
2024 starteten wir die erste Qualifizierungsrunde unserer 100 größten Lieferanten in den Bereichen Klima-, Umwelt- und Sozialstandards: Nur 33 erfüllten unsere Standards direkt. Den anderen boten wir nach drei Monaten die Möglichkeit zu persönlichen Gesprächen mit ihren Warengruppenmanager*innen und der Nachhaltigkeitsleitung sowie eine erneute Qualifizierung.
Ausgeschlossen wurde aktuell noch kein Lieferant – unser Fokus liegt bewusst auf Bewusstseinsbildung, Weiterbildung sowie Sensibilisierung. Hierzu gehören auch Informationsveranstaltungen für einige unserer Dienstleistergruppen, z.B. im Bereich Tiefbau.
„Unsere Verantwortung startet nicht erst bei uns, sie beginnt oft weit vor unserer Haustür – mit einer fairen Lieferkette. 2024 haben wir angefangen, genauer hinzuschauen: Woher kommen unsere Produkte? Unter welchen Bedingungen wurden sie hergestellt? Es ist ein Lernprozess, aber einer, den wir konsequent weitergehen wollen.“
Initiative „Zusammen für morgen”
Projekte mit sozialen und ökologischen Mehrwerten
Unsere Initiative „Zusammen für morgen” ist ein zentraler Baustein unseres regionalen Engagements. Seit 2024 fokussieren wir unsere Förderung auf regionale Projekte mit sozialen und ökologischen Mehrwerten und wollen so unsere Rolle als verantwortungsbewusster Partner vor Ort stärken.
Vielfältige Förderung nach transparenten Grundsätzen
Die Bandbreite der geförderten Projekte spiegelt die Vielfalt unserer Grundsätze wider: Von der Förderung des Frauenhauses und Sicherheitsausstattung für die Ferienfreizeit am Stocksee über Drohnenunterstützung für Kitzrettung und Naturerlebnisse des NAJUs bis hin zur Förderung des Platzes für Kinderrechte – wir sehen die verschiedenen Bedürfnisse in unserer Region und fördern sie breitgefächert nach transparenten Grundsätzen.
Besonders wichtig ist uns dabei, auch kleineren Initiativen eine Chance zu geben und das großartige Engagement vor Ort sichtbar zu machen. So tragen wir gemeinsam dazu bei, dass Neumünster eine lebendige, soziale und ökologische Zukunft hat.
„Die SWN-Initiative ist ein Herzstück unseres Engagements in Neumünster. 2024 haben wir begonnen, ihre Wirkung bewusster zu reflektieren. Unsere Vision: Wir wollen Projekte fördern, die spürbaren sozialen und ökologischen Nutzen stiften – lokal verankert, aber mit Weitblick.“
Gesundheitsförderung
Gesunde Belegschaft, starkes Unternehmen
Das Wohl unserer Mitarbeitenden steht im Mittelpunkt. Im Februar 2023 haben wir mit der Schaffung einer eigenen Stabsstelle Sicherheit & Gesundheit den finalen Baustein eines strukturierten Sicherheits- und Gesundheitsmanagements eingeführt. Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz in drei Bereichen: Erstens fördern wir die Gesundheit, um Krankheiten zu verhindern. Zweitens setzen wir auf Gesundheits-Screenings für die Früherkennung. Drittens wirken wir daran mit, bestehende Diagnosen bestmöglich zu behandeln und ihre Ausweitung zu verhindern.
Der Weg zu einer echten Gesundheitskultur entwickelt sich stetig weiter: Wir sehen das Thema als Daueraufgabe und arbeiten fortlaufend an weiteren Verbesserungen.
Besondere Aufmerksamkeit für Außeneinsätze
Besonders wichtig für alle Kolleg*innen im Außeneinsatz, zum Beispiel im Schwimmbad oder auf Telekommunikation- und Fernwärmebaustellen, ist die firmeninterne Hautkrebsvorsorge und weitreichende Sonnenschutz-Maßnahmen wie Sonnenmarkisen an Montagewagen, Sonnencreme und Sonnenhüten.
Unser umfassendes Gesundheitsangebot wurde ergänzt durch:
- Fitness-Sprechstunden
- Vitamin-D-Analysen
- Schlaganfall-Risiko-Checks
- Eine Gesundheits-App mit breiten Fitness-Angeboten und Achtsamkeits-Einheiten
Gemeinsam aktiv werden
Immer mehr Kolleg*innen machen aktiv mit bei den zahlreichen Läufen, Triathlons und Wander-Märschen, bei denen SWN regelmäßig große Teams an den Start schickt. In 2024 konnten viele wichtige Projekte umgesetzt werden, die das weitreichende Gesundheitsangebot bei SWN kontinuierlich ausbauen.
Am beliebtesten sind aber unsere gemeinsamen Sportevents:
Bei Läufen, Triathlons und Wandermärschen schicken wir regelmäßig große SWN-Teams an den Start – Gesundheitsförderung mit Teamgeist und Spaßfaktor.
„Gesundheit ist nicht nur Privatsache – sie ist eine gemeinsame Aufgabe. 2024 konnten wir weitere wichtige Schritte umsetzen, um unsere Gesundheitsangebote noch besser zu verankern. Wir wissen, dass dabei nicht jeder Schritt immer leichtfällt. Aber ich bin überzeugt: Eine gesundheitlich geförderte Belegschaft ist die Basis für ein starkes Unternehmen.“
Downloads
Hier kannst du dir die Dokumente zum Nachhaltigkeitsbericht herunterladen.