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FAQ – Häufige Fragen zum Thema Wärmepumpenstrom
SWN Wärmepumpenstrom – Tarif, Preis, Vorteile
Aufgrund bestimmter staatlicher Vergünstigungen für Strom, der für Wärmepumpen genutzt wird, ist Wärmepumpenstrom generell günstiger als normaler Haushaltstrom.
Die Preise für SWN Wärmepumpenstrom findest du im jeweiligen Preisblatt unter Wärmepumpenstrom von SWN.
Dieser Tarif kann mit günstigeren Netzentgelten, geringeren Konzessionsabgaben und ohne Umlagen wie KWK-Umlage oder Offshore-Nutzung angeboten werden.
Modul 1, 2 und 3 bezeichnen verschiedene Modelle für reduzierte Netzentgelte bei steuerbaren Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen oder Wallboxen.
Hintergrund ist, dass der Netzbetreiber steuerbare Verbrauchseinrichtungen in seltenen Fällen bei hoher Netzauslastung vorübergehend steuern darf. Im Gegenzug profitieren Verbraucher von reduzierten Netzentgelten.
- Modul 1 ist die einfachste Lösung und bietet einen festen jährlichen Rabatt.
- Modul 2 reduziert das Netzentgelt abhängig vom tatsächlichen Verbrauch, erfordert in der Regel aber einen separaten Zähler.
- Modul 3 ergänzt Modul 1 um zeitvariable Netzentgelte. Dabei kann Strom je nach Tageszeit günstiger oder teurer sein. Voraussetzung ist ein intelligentes Messsystem.
Welche Variante am besten passt, hängt von den technischen Voraussetzungen und dem individuellen Stromverbrauch ab.
In der Regel jährlich mit monatlichen Abschlägen.
Ja, das ist möglich. Hier gilt dann der normale Haushaltstromtarif und der Kunde kann eine pauschale Vergünstigung erhalten, sofern die Wärmepumpe fernsteuerbar ist (siehe Frage zu Modul 1, 2 und 3).
Voraussetzungen für Wärmepumpentarife
Derzeit bieten wir unseren Wärmepumpenstrom ausschließlich im Gebiet der Schleswig Holstein Netz GmbH an.
Ob ein zweiter Zähler nötig ist, hängt davon ab, welches Modul nach §14a EnWG genutzt wird.
- Bei Modul 1 ist in der Regel kein zusätzlicher Zähler erforderlich. Die Wärmepumpe läuft dann über den bestehenden Haushaltszähler, dafür fällt die Entlastung beim Netzentgelt meist etwas geringer aus.
- Bei Modul 2 ist ein separater Zähler für die Wärmepumpe notwendig. Nur so kann der Verbrauch der Anlage getrennt erfasst und das reduzierte Netzentgelt angewendet werden. Das kann finanziell attraktiver sein, ist aber mit zusätzlichem Aufwand verbunden.
- Bei Modul 3 wird in der Regel ein intelligentes Messsystem, also ein Smart Meter, benötigt. Dieses Modul wird zusätzlich zu Modul 1 genutzt.
Unterm Strich gilt: Ein zweiter Zähler ist nicht immer Pflicht, kann sich je nach Verbrauch und gewähltem Modell aber lohnen.
Beantragung von Wärmepumpenstrom wird benötigt:
- SWN Auftragsformular: „Auftrag zu SWN-Strom Wärmepumpe“
- Bestätigung des Stromnetzbetreibers über die steuerbare Verbrauchseinrichtung nach §14a EnWG
Wenn eine Wärmepumpe eingebaut wurde und vom Fachhandwerker als eine solche dem zuständigen Stromnetzbetreiber im Modul 2 gemeldet wurde, kann der Kunde Wärmepumpenstrom erhalten. Bei SWN gibt es entsprechende Formulare zur Beantragung unter Wärmepumpenstrom von SWN.
Stromzähler, Messkonzepte und Ablesung
Der Stromnetzbetreiber ist zuständig für die Übermittlung der Zählerstände an den Stromversorger. Je nach Zählervariante liest der Kunde den Zähler dann nach Aufforderung für den Netzbetreiber ab oder der Zähler übermittelt die Stände vollautomatisch an den Netzbetreiber, der die Daten an den Versorger weitergibt.
Dies übernimmt in der Regel der Fachinstallateur beim zuständigen Stromnetzbetreiber.
Dies übernimmt in der Regel der Fachinstallateur in Abstimmung mit dem zuständigen Stromnetzbetreiber.
Eine Kaskadenschaltung ist eine spezielle Zähler- bzw. Messanordnung für Haushalte mit Wärmepumpe und eigener Stromerzeugung (z. B. PV-Anlage). Sie wird häufig genutzt, wenn man die Vorteile von Eigenverbrauch und reduzierten Netzentgelten nach Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) §14a kombinieren möchte. Eine Festlegung erfolgt hier zusammen mit dem Fachinstallateur.
Hinter der Wärmepumpenkaskade steht ein spezielles Messkonzept für die Erfassung des Stromverbrauches. Das sog. Messkonzept K ist ein spezielles Zähler- bzw. Messkonzept für Gebäude mit Wärmepumpe und Photovoltaikanlage. Es wird verwendet, wenn man den Stromverbrauch der Wärmepumpe separat messen möchte, gleichzeitig aber Eigenstrom aus der PV-Anlage nutzen will.
Grundidee von Messkonzept K
Messkonzept K basiert auf einer Kaskadenschaltung mit zwei Stromzählern. In das System eingebunden sind in der Regel der Haushaltsstrom, die Wärmepumpe und eine Photovoltaikanlage. Dadurch können die verschiedenen Stromflüsse sauber voneinander abgegrenzt werden, etwa für den Haushaltsverbrauch, den Verbrauch der Wärmepumpe, den erzeugten PV-Strom und den zusätzlichen Netzbezug.
Stromnetz, Netzbetreiber und Anmeldung
SH Netz ist die Kurzform für die Schleswig-Holstein Netz GmbH.
Die Schleswig-Holstein Netz GmbH (SH Netz) ist ein Strom- und Gasnetzbetreiber im Bundesland Schleswig-Holstein. Das Unternehmen betreibt die Leitungen und Infrastruktur, über die Strom und Gas zu Haushalten und Unternehmen transportiert werden.
Wichtig: SH-Netz verkauft keinen Strom.
Das Unternehmen betreibt nur das Netz, also Kabel, Leitungen, Umspannwerke und Anschlüsse. Wenn ihr euren Strom über SWN bezieht, sind wir euer Stromversorger und SH-Netz könnte der Stromnetzbetreiber sein.
Ein Stromnetzbetreiber sorgt dafür, dass Strom sicher und zuverlässig bei Haushalten, Unternehmen und anderen Verbrauchern ankommt. Er betreibt, wartet und modernisiert das Stromnetz und kümmert sich darum, dass neue Anlagen oder Anschlüsse integriert werden können.
Dazu gehört auch, das Netz stabil zu halten und es bei steigendem Strombedarf oder neuen Anforderungen, etwa durch Wärmepumpen, Wallboxen oder erneuerbare Energien, weiter auszubauen.
Der Stromnetzbetreiber ist für die Erfassung der Stromanlagen in seinem Netz zuständig. Aufgrund der ggf. möglichen Steuerbarkeit der Geräte nach §14a EnWG muss dieser alle diese Anlagetypen kennen. Die Bewertung der technischen Voraussetzung für die Nutzung von Wärmepumpenstrom obliegt dem Kunden und einem von ihm zu beauftragenden Elektroinstallateur. Dieser führt nach ggf. nötiger Anpassung der Elektroinstallation des Kunden die Modulwahl beim Netzbetreiber durch.
Die Anmeldung der Wärmepumpe erfolgt durch den Installateur in Abstimmung mit dem Kunden beim jeweiligen Stromnetzbetreiber. Bei der SH Netz findet man die Modulwahl derzeit unter Modulwechsel zur netzorientierten Steuerung (§ 14a EnWG)
Verbrauch und Wirtschaftlichkeit
Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe pro Jahr hängt vor allem von drei Dingen ab:
- Größe des Hauses
- Dämmung des Gebäudes
- Art der Wärmepumpe und Heizsystem (z. B. Fußbodenheizung)
- Anzahl der Bewohner
Typischer Jahresverbrauch einer Wärmepumpe
| Gebäudetyp | Stromverbrauch pro Jahr |
|---|---|
| sehr gut gedämmtes Neubau-Einfamilienhaus | ca. 2.000 – 3.000 kWh |
| normales Einfamilienhaus (120–150 m²) | ca. 3.000 – 5.000 kWh |
| älteres Haus mit mittlerer Dämmung | ca. 5.000 – 8.000 kWh |
Viele Einfamilienhäuser liegen um etwa 4.000 - 4.500 kWh/Jahr.
Ja, eine Wärmepumpe kann auch ohne Photovoltaik (PV) sinnvoll sein. Eine PV-Anlage verbessert zwar die Wirtschaftlichkeit, ist aber keine Voraussetzung. Entscheidend sind eher andere Faktoren.
Eine Wärmepumpe arbeitet in der Regel wirtschaftlich, wenn…
• … das Gebäude gut gedämmt ist, zum Beispiel im Neubau oder in einem sanierten Altbau
• … niedrige Vorlauftemperaturen möglich sind, etwa durch eine Fußbodenheizung oder passend ausgelegte Heizkörper
• … ein geeigneter Wärmepumpen-Stromtarif genutzt wird
• … die Anlage fachgerecht geplant und effizient ausgelegt ist
Unter guten Bedingungen kann eine Wärmepumpe aus 1 kWh Strom etwa 3 bis 5 kWh Wärme erzeugen. Bei einem Stromverbrauch von 4.000 kWh entspricht das ungefähr 12.000 bis 16.000 kWh Wärme.
So erreichst du uns
Ruf uns gern an oder schreibe uns. Wir beraten dich gerne.
Die Zählerstandsmeldung oder die Anpassung des Abschlags kannst du z. B. auch direkt in unserem Online-Serviceportal erledigen.